Donnerstag, 18. April 2013

[Rezension] "Zweilicht" von Nina Blazon

"Zweilicht" von Nina Blazon
"Und er atmet wirklich?<<, fragte Mo.
>>Wäre ziemlich seltsam, wenn nicht<<, antwortete Night tro-
cken. >>Schlafende Menschen atmen für gewöhnlich. Auch wenn
man es bei dem da kaum sieht.<<

Das Buch ist etwas ganz Besonderes, weil es ein Geschenk von Nyxeen gewesen ist - einfach so, zu keinem besonderen Anlass, dennoch eingewickelt in Geschenkpapier. 


Trivia:

Titel: Zweilicht
Autorin: Nina Blazon
Seiten: 416
1. auflage 2011
cbt Jugendbuchverlag Verlagsgruppe Random House, München

Klappentext:

"Du bist in Gefahr", wisperte sie mit erstickter Stimme. 
"Wenn du hierbleibst, verlierst du mich für immer. 
Verlass sie, sag ihr nicht, dass du sie liebst ..."
Ihre verzweifelte Stimme verhallte. Beim nächsten
Blinzeln war sie unsichtbar geworden.

Ein magisches Abenteuer in einem verzauberten New York 
um Jay, einen Jungen zwischen zwei Mädchen, zwei Zeiten und
zwei Wirklichkeiten

Rezension:


"Zweilicht" ist ein Jugendroman, verfasst von Nina Blazon und veröffentlicht 2011. 

Stil - standardmässig und farbenfroh

Zum Stil gibt es nicht viel zusagen, prägnant fand ich hier, dass Nina Blazon sehr farbenfrohe Bilder erzeugt, die fotografieartig vor mir sichtbar wurden, was ich so sehr selten erlebe.

Plot - Ein Junge, zwei Mädchen, zwei Welten - Zweilicht

Ich möchte nicht zuviel über den Plot verraten, weil er sich mosaikförmig zusammensetzt und zuviel Vorinformationen meines Erachtens den Flow etwas zunichte machen würden, deshalb nur so viel:
Jay, ein 17jähriger deutscher, ist als Austauschschüler nach New York (Williamsburg) gekommen und lebt dort bei seinem Onkel Matt, dem Bruder seines verstorbenen Vaters. Dabei wandert er auf den Spuren von "Zweiherz", wie sich sein Vater einst selbst genannt hat. In der Schule begegnet er schließlich Madison, einem anziehenden Mädchen, in die er sich sofort verliebt. Erst die merkwürdige Begegnung mit Ivy, einem fantasyhaft-gekleideten Mädchen, lässt Jay, den Schlafwandler, nach und nach aufwachen und das tatsächliche New York sehen.

Persönliche Bewertung - faszinierend, aber etwas merkwürdig

Der Nachgeschmack von "Zweilicht" ist bittersüß: Ich hatte erst so meine Schwierigkeiten, vor allem der Wechsel zwischen den verschiedenen Protagonisten und Welten war erst etwas verwirrend, zumal ich Ivy und Mo anfänglich nicht auf Anhieb auseinanderhalten konnte. Doch nach und nach kam ich in einen Sog und muss sagen, dass Nina Blazon durchaus eine recht spannende Geschichte fabriziert hat. Was mich ein bisschen genervt hat, war diese übertriebene Begeisterung der Mädchen für Jay und auch das Ende war mir ein bisschen zu "Und sie lebten glücklich bis ans Ende aller Tage", kann aber auch daran liegen, dass es ein Jugendroman ist. Alles in allem ein Buch, wovon ich sage, dass es in Ordnung ist, aber jetzt nicht als "unbedingt lesen!" kategorisieren würde. Falls ich jemals Kinder haben sollte, dann freue ich mich darauf, wenn sie es im Regal entdecken, herausziehen und interessiert sind und ich ihnen sagen kann, dass ich es einst von einem besonderen Menschen geschenkt bekommen habe. :)

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